Knacker siegt vor heimischer Kulisse

 

Ein Sieg vor heimischem Publikum – das ist wohl eines der schönsten Erlebnisse für einen Rallyefahrer. Doch genau dies durfte der erst 19-jährige Youngster an diesem Wochenende erleben: Zusammen mit seinem Beifahrer Thomas Hanak gewann er bei der 29. ADAC Rallye „Rund um die Sulinger Bärenklaue“ (06.-07.05.2016) nicht nur die Klasse der frontangetriebenen Fahrzeuge (Division 6), sondern auch die R1-Kategorie der Citroën Racing Trophy Deutschland.

 

 

Die ADAC Rallye "Rund um die Sulinger Bärenklaue" begann für das Team Knacker/Hanak bereits am Donnerstag mit dem Shakedown, wo die letzten Vorbereitungen für das bevorstehende Wochenende getroffen wurden. Am frühen Freitagmorgen fand mit dem sogenannten Recce dann die Streckenbesichtigung statt. Da die Organisatoren die diesjährige Veranstaltung komplett überarbeitet hatten, waren gerade mal 20% der Strecken identisch im Vergleich zum Vorjahr, wodurch für alle Teilnehmer nahezu gleiche Bedingungen galten.

Der offizielle Startschuss fiel am Freitagabend um 17:38 Uhr vor dem Hotel zur Börse in Sulingen. Anschließend ging es zur ersten Wertungsprüfung (WP) nach Lessen, wo Knacker prompt eine Bestzeit setzen konnte. Auch bei dem anschließenden Rundkurs in Sulingen mit neuer Schotterdriftkurve und einem eigens hergerichteten Sprung, wurde Nico seiner Favoritenrolle gerecht. Auf der darauffolgenden dritten Prüfung folgte jedoch ein kleiner Ausrutscher, der für einen Zeitverlust von etwa 30 Sekunden sorgte. Auf Knackers Team wartete im abschließenden Service durch den entstandenen Schaden zwar noch einige Arbeit, doch auch dies stellte für die mittlerweile bestens eingespielte Mannschaft kein großes Problem dar. Somit beendete Knacker den ersten Tag der Rallye Sulingen auf dem dritten Platz der Citroën Racing Trophy mit einem Rückstand von 35,5 Sekunden auf den Erstplatzierten Just. Dennoch konnte auf den ausstehenden zehn Wertungsprüfungen am Samstag auf insgesamt 110 Kilometern noch einiges passieren.

Der Start in den Samstagmorgen verlief für Knacker und Hanak bestens: Mit einer absoluten Bestzeit in seiner Klasse auf dem ersten Durchgang des legendären IVG-Geländes gelang dem deutschen Duo der Durchmarsch bis an die Spitze des Felds. Nach dieser 23,4 Kilometer langen Sprintprüfung war Knacker sichtlich erleichtert: „Die Prüfung „IVG – Steyerberg 1“ lief für uns sehr gut. Wir sind dort eine saubere Linie gefahren und haben uns bis ins Ziel keinen einzigen Fehler geleistet.“ So konnten sie die darauffolgenden Prüfungen etwas ruhiger angehen lassen, und ließen sich trotzdem die Führung bis ins Ziel nicht mehr nehmen.

„Ich bin einfach nur total glücklich hier in Sulingen sowohl den Divisions- als auch den Trophy-Sieg eingefahren zu haben. Vor genau einem Jahr bin ich hier meine aller erste Rallye gefahren und konnte seitdem schon zwei Siege feiern“, strahlte der Siedenburger im Ziel der Rallye Sulingen. „Ich bin sehr dankbar ein so tolles Team an meiner Seite zu haben, ohne die die Weiterfahrt am heutigen Tage nicht möglich gewesen wäre. Natürlich möchte ich mich auch nochmals bei meinem Beifahrer Thomas bedanken, der hier ebenfalls perfekte Arbeit geleistet hat“, so Knacker weiter.

„Im Großen und Ganzen war das eine tolle Veranstaltung mit schönen Wertungsprüfungen. Ein Highlight für mich war natürlich auch das IVG-Gelände auf dem ich vorher noch nie gewesen bin. Ich bin sehr stolz auf Nico, dass er unseren Vorsprung bis ins Ziel so gut verwalten konnte und freue mich sehr auf die nächste Rallye“, erklärt der Hesse Thomas Hanak.

Auch Mentor und Gesamtsieger der Rallye Christian Riedemann hatte an der Leistung seines Schützlings nichts auszusetzen: „Nach der Nullrunde im Saarland war es wichtig für Nico hier ein gutes Ergebnis einzufahren und das ist ihm mit seinem Sieg mehr als gelungen. Er hat hier wichtige Punkte für die Meisterschaft gesammelt und steht jetzt auf dem dritten Platz der Gesamtwertung.“

In zwei Wochen wird im Rahmen der AvD-Sachsen-Rallye (20.-21.05.2016) rund um Zwickau der dritte Lauf der Citroën Racing Trophy Deutschland ausgetragen

Zurück von der Rallye rund um die Sulinger Bärenklaue ..

 

Bereits am Donnerstag um 12:00 Uhr ging es für uns und unserem Service-Team los in Richtung Sulingen. Wir bauten unseren Service Platz auf und erledigten die Papierabnahme. Am Freitag wurde es dann ernst..
Nachdem wir von ca. 07.00 – 15.30 Uhr unser Gebetsbuch erstellt haben, ging es gegen Abend dann endlich mit dem Rallyeauto in Richtung Rampenstart.  Für uns standen daraufhin zwei A-E Prüfungen und ein Rundkurs auf dem Programm. Begonnen wurde mit der Prüfung in Lessen, 15,3 km lang, sehr schnell und mit vielen verschiedenen Schotter-Belägen. Mit großem Respekt, aber auch großer Vorfreude endlich wieder im Heimatort an den Start zu gehen, viel für uns dann der Startschuss für die 29. ADAC Rallye rund um die Sulinger Bärenklaue.
Nach dem die WP1 relativ gut lief, ging es weiter zum Stadtrudkurs nach Sulingen. Hier erwartete uns eine über einstündige Pause die dazu genutzt werden durfte um mit den Zuschauern in der Fanzone in Kontakt zu treten. Leider verzögerte sich unser Start bei dem Rundkurs, sodass wir im dunkeln starteten mussten. Trotzdem sind wir gut zurecht gekommen und konnten die zweitbeste Zeit in unserer Division einfahren! J
Nachdem die Dunkelheit jetzt komplett eingetreten war, ging es zur letzten Prüfung des Tages.
Die erste Hälfte der Prüfung lief rund und vom Gefühl konnten wir uns im Vergleich zur WP1 deutlich steigern. Leider hat sich nach 3 / 4 der Prüfung unsere Lampenbaumhalterrung verabschiedet, sodass der Lampenbaum vor unserer Frontscheibe aufstieg und unsere Sicht deutlich beeinträchtigte und die Gefahr bestand, dass uns der Lampenbaum in die Scheibe fliegt.
Somit mussten wir unsere Geschwindigkeit deutlich verringern und die Zeit war im Eimer..
Frisch motiviert und den Ärger vom Vortag vergessen, ging es früh am Morgen um 08.35 erneut an den Start.
Die erste Prüfung in Borstel lief ohne große Probleme und es ging weitere zu unserem absolutem Highlight – dem legendären IVG-Gelände. Eine 25 km lange Prüfung quer durch Bunker, Tunneln und anderen militärischen Gegebenheiten.
Der rote Fiesta lief super und Matthias führte die Diva ohne Fehler sauber und  schnell durch die Prüfung. Doch dann…
.. ca. 10 km vor Ende der Prüfung riss uns das Rad incl. allen vier Radbolzen ab.
Das war das Ende für uns bei der Sulinger – Rallye. Enttäuscht und niedergeschlagen ging es zurück zum Service.