Schlammschlacht im Saarland

Die diesjährige Ausgabe der ADAC Rallye Saarland-Pfalz hatte es in sich und wird sowohl den Fahrern, als auch dem Veranstalter noch lange in Erinnerung bleiben. Auch wenn Nico Knacker und Beifahrer Thomas Hanak das Ziel nicht erreichten, konnten sie dennoch wertvolle Erfahrungen bei der Auftaktveranstaltung der Citroën Racing Trophy Deutschland sammeln.

 

Bereits am Freitagmorgen während des Recces stand für alle Fahrer fest, dass dies keine einfache Rallye werden wird: Ein kurzfristiger Wintereinbruch brachte Schnee, Regen und Eis mit sich und machte die 132 Kilometer umfassende ADAC Rallye Saarland-Pfalz zu einer echten Herausforderung. Der offizielle Startschuss fiel am Freitagabend beim Showstart auf dem Schlossplatz in Sankt Wendel. Aufgrund der schlechten Wetterbedingungen mussten die Wertungsprüfungen 1 und 3 abgesagt werden und so wurde an diesem Abend einzig der KÜS-Stadtrundkurs im Zentrum von Sankt Wendel gewertet. „Es ist natürlich schade, dass die beiden Sprintprüfungen annulliert werden mussten, denn Thomas und ich wären diese gerne gefahren“, berichtet Knacker im anschließenden Abendservice. Die Beiden beendeten den ersten Tag auf dem 3. Platz in der R1-Kategorie der Citroën Racing Trophy.

Die am Samstagmorgen anstehende Reifenwahl für das Team rund um Knacker sollte letztendlich zum entscheidenden Faktor der Rallye werden. Man entschied sich für die Regen- und gegen die Winterreifen, was sich auf den Wertungsprüfungen 4 und 5 noch bewahrheitete. Aufgrund der späten Startposition verschlechterten sich die Streckenbedingungen jedoch von Teilnehmer zu Teilnehmer und so hatte Knacker auf der 6. Wertungsprüfung mit extrem matschigen Straßen zu kämpfen. Nach etwa 20 Kilometern der WP „Windpark I“ kam Knacker mit seinem Citroën DS3 R1 von der Strecke ab und rutschte auf ein Feld, aus dem sich das deutsche Duo nicht aus eigener Kraft befreien konnte, was das vorzeitige Aus bedeutete.

Der 18-jährige Siedenburger zieht trotzdem ein positives Resümee nach dieser Veranstaltung: „Ich hätte natürlich gerne das Ziel dieser Rallye erreicht, vor allem, weil ich hier letztes Jahr noch nicht startberechtigt war. Dennoch konnte ich hier gemeinsam mit meinem neuen Copilot Thomas viele wichtige Erfahrungen sammeln und ich habe gemerkt, dass wir uns schon nach wenigen Kilometern gut aufeinander eingespielt haben. Jetzt sind wir natürlich umso motivierter bei meinem Heimspiel - der Rallye „Rund um die Sulinger Bärenklaue“ - zu starten.“

„In meiner 10-jährigen Karriere als Beifahrer war diese Rallye wohl die Schwierigste und Anspruchsvollste. Das ständig wechselnde Wetter machte die Strecken unberechenbar. Aber bis zu unserem Ausrutscher haben wir gute Arbeit geleistet und ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit mit Nico“, reflektiert der aus dem hessischen Hosenfeld stammende Thomas Hanak.

Der zweite Lauf der Citroën Racing Trophy findet im Rahmen der ADAC Rallye „Rund um die Sulinger Bärenklaue“ am 06. und 07. Mai statt.