Knacker zieht positives Resümee

 

Den Verlauf seiner Heimveranstaltung, der ADAC Rallye "Rund um die Sulinger Bärenklaue" hätte sichRallyepilot Nico Knacker sicherlich anders vorgestellt. Dennoch sieht es der 20-Jährige positiv und nimmt wichtige Erfahrungen mit für die kommende Rallye.

Die 30. ADAC Rallye "Rund um die Sulinger Bärenklaue" startete offiziell am Freitagabend vor dem Hotel zur Börse in Sulingen. Nico Knacker und Beifahrerin Ella Kremer starteten gut in die Rallye, was sich in den schnellen Zeiten wiederspiegelte. Auf dem Zuschauerrundkurs in Sulingen verpassten sie die Bestzeit um lediglich sechs Zehntel. Den ersten Tag beendete das junge Duo auf dem fünften Platz im ADAC Opel Rallye Cup.

Der zweite Tag der Rallye rund um Sulingen startete dagegen weniger erfolgreich: Auf der ersten Prüfung

am Samstagmorgen kam Knacker mit seinem Opel Adam von der Strecke ab und steckte in einem Graben

fest. Nach einiger Zeit konnten sie sich zwar befreien, das Auto trug jedoch verschiedenen Schäden davon.

Im darauffolgenden Service setzte Knackers Team alles daran das Auto so gut es ging wiederherzurichten.

"Meine Jungs haben wirklich ganze Arbeit geleistet, sodass Ella und ich die Rallye nun fortsetzen können", berichtet Knacker im Service. Trotz beschädigtem Fahrzeug konnte Knacker auf den folgenden Prüfungen

Zeiten unter den Top-3 in den Sulinger Schotter und Asphalt brennen. Am Ende kommt der Siedenburger als 15. im ADAC Opel Rallye Cup ins Ziel und nimmt sieben wichtige Punkte für die Gesamtwertung mit.

Die viertschnellste Zeit in der abschließenden Power Stage bescherten Knacker/ Kremer weitere zweiPunkte. Mit den 21 gesammelten Punkten der ADAC Hessen Rallye Vogelsberg liegen die beiden damit

nun mit 30 Punkten auf dem sechsten Gesamtplatz im ADAC Opel Rallye Cup.

„Das war eine durchwachsene Rallye für uns“, seufzte Knacker im Ziel der Rallye. „Dennoch konnten wir allen zeigen, dass wir die Zeiten der Spitze mitgehen können und wir konnten wichtige Punkte mitnehmen.

Ich möchte mich nochmals bei meinem gesamten Team bedanken, die wirklich alles getan haben, um

unser Auto wieder bestmöglich herzurichten. Jetzt blicken wir nach vorne und freuen uns auf denkommenden Lauf.“

Der nächste Lauf des ADAC Opel Rallye Cup wird im Rahmen der AvD-Sachsen-Rallye vom 26.-27. Mai

2017 ausgetragen.

 

Fluch der Sulinger Rallye besiegt!

 

„Die letzten drei Jahre sind wir mit unserem Fiesta durch technische Probleme nie im Ziel angekommen, heute das erste Mal“ berichtet Matthias Rathkamp sichtlich erleichtert beim Ziel-Interview der Sulinger Rallye.  

Am 05. und 06. Mai 2017 ging das Team Rathkamp / Knacker bei ihrer Heim-Veranstaltung dem Deutschen-Rallye-Meisterschaftslauf in Sulingen an den Start.
Bereits am Donnerstag folgten der Aufbau des Services Platzes, sowie die Papierabnahme.
Am nächsten Tag stand der acht stündige Aufschrieb-Marathon an, bei dem die Prüfungen besichtigt werden.
Kurz darauf ging es dann auch schon an den Start. Um 18.43 Uhr viel der Startschuss und das Team machte sich auf den Weg zur Startrampe, wo ein Show-Start folgte.
Neben dem Zuschauer – Rundkurs direkt in Sulingen, wartete eine weitere Prüfung auf das Team, die am diesen Abend doppelt gefahren  werden sollte, aber durch eines Unfalls nur einmal gestartet wurde.

Am Samstag erwarteten das Team mit ihren Ford Fiesta ST, zehn weitere Wertungsprüfungen, wovon sie jedoch nur bei acht Prüfungen an den Start gehen konnten.
„Leider mussten auch am Samstag zwei Prüfungen durch verunfallte Autos abgebrochen werden.
Nach einem Abbruch ist es immer schwierig wieder schnell in den Rhythmus zu finden, da durch die entstanden Wartezeiten die Konzentration abnimmt. Aber an erster Stelle stehen natürlich die ärztliche Versorgung und die Sicherheit der verunfallten Teams, da ist ein Abbruch die beste Lösung für alle beteiligten“, berichten beide

Der absolute Höhepunkt der Veranstaltung ist die Wertungsprüfung auf dem Kasernengelände in Steyerberg – unter Rallye Fahrern auch bekannt als die „grüne Hölle“.
Zwischen Bunkern, purer Natur und schmalen Wegen erwartet die Teams dort eine 25 km lange Wertungsprüfung, die sowohl für Fahrer als auch für die Beifahrer höchste Konzentration abverlangen.
Bei der besagten Prüfung konnten Rathkamp / Knacker eine beachtliche Zeit aufweisen und mit 18,5 Sekunden die Divisons-Bestzeit, sowie die 10. Gesamtzeit (!) einfahren.

 

Am Ende des Tages erreichte das Team zwischen den starkten R2-Autos einen guten vierten Platz in der Division und der „Ausfall-Fluch“ bei der Sulinger Rallye wurde besiegt.